
Raus aus der Komfortzone!
Manchmal beginnt etwas Großes mit einem kleinen Schritt – einem Schritt ins Unbekannte, der Mut erfordert.
Unter diesem Motto startete unser Jahrgang 9 in die neue Zeitzone Herausforderung. Der Auftakt fand im Rahmen eines besonderen Forschertags am Nonnenstein in Rödinghausen statt und machte den Schülerinnen und Schülern auf eindrucksvolle Weise deutlich, worum es in den kommenden Wochen gehen wird: persönliche Entwicklung, Mut und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen.
Nach einer gemeinsamen Busfahrt und einer Wanderung zum Nonnenstein wurde den Jugendlichen vor Ort das neue Projekt vorgestellt. Schnell wurde deutlich, dass es dabei nicht um Noten oder schulische Leistungen im klassischen Sinne geht. Stattdessen stehen die Schülerinnen und Schüler selbst im Mittelpunkt. Die Zeitzone Herausforderung lädt sie dazu ein, sich auszuprobieren, eigene Grenzen zu hinterfragen und Erfahrungen zu sammeln, die sie wachsen lassen.
Mutig den ersten Schritt wagen
Um die Idee der Herausforderung unmittelbar erlebbar zu machen, wartete bereits die erste praktische Aufgabe auf die Jugendlichen: das Abseilen an einem Steinbruch.
Nachdem Frau Schwarz, pädagogische Leitung der Schule und lizenzierte Übungsleiterin im Klettern, alle Vorbereitungen getroffen hatte, wurde die Überraschung gelüftet. In kleinen Gruppen konnten sich die Schülerinnen und Schüler der Herausforderung stellen und sich am Seil den Steinbruch hinabwagen.
Möglich wurde dieses besondere Erlebnis auch durch das Engagement von Herrn Lang und Frau Luckhaus, die die Aktion ehrenamtlich unterstützten. Während Frau Schwarz die Jugendlichen beim Abseilen begleitete, halfen die Eltern beim Anlegen der Ausrüstung und nahmen die Schülerinnen und Schüler nach ihrer erfolgreichen Abseilaktion in Empfang.
Für viele bedeutete dieser Moment, die eigene Komfortzone zu verlassen und sich einer ungewohnten Situation zu stellen. Umso größer war anschließend der Stolz über das Erreichte.
Was bedeutet eigentlich eine Herausforderung?
Während sich jeweils eine Gruppe dem Abseilen widmete, beschäftigten sich die übrigen Schülerinnen und Schüler intensiv mit den Inhalten der neuen Zeitzone.
Gemeinsam wurde das sogenannte 3-Zonen-Modell erarbeitet: die Komfortzone, die Lernzone und die Panikzone. Die Jugendlichen setzten sich mit der Frage auseinander, warum Herausforderungen wichtig für persönliches Wachstum sind und welche Rolle Mut und Unsicherheit beim Lernen spielen.
In verschiedenen Team- und Vertrauensübungen konnten die gewonnenen Erkenntnisse anschließend direkt ausprobiert und reflektiert werden.
Kreativität beim „Eierfall“
Ein besonderes Highlight des Tages war die Challenge „Eierfall“. Die Aufgabe bestand darin, ein rohes Ei mit einem möglichst wirkungsvollen Schutz aus Naturmaterialien zu versehen, sodass es einen Fall vom Nonnenstein unbeschadet übersteht.
Mit viel Kreativität, Teamgeist und Erfindergeist entstanden unterschiedliche Schutzkonstruktionen. Die Spannung war groß, als die Eier schließlich in die Tiefe geschickt wurden. Am Ende konnten sich gleich mehrere Teams darüber freuen, dass ihre Konstruktionen erfolgreich waren und die Eier den freien Fall tatsächlich überlebt hatten.
Der Start in eine besondere Zeitzone
Die Erwartungen an den Forschertag wurden deutlich übertroffen. Neben den inhaltlichen Impulsen nahmen die Schülerinnen und Schüler sowohl das Abseilen als auch die Team-Challenge mit großer Begeisterung an.
Der Forschertag hat eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll Erfahrungen außerhalb der gewohnten Umgebung sein können. Nun beginnt für die Jugendlichen die eigentliche Zeitzone Herausforderung: In den kommenden Wochen werden sie eigene Vorhaben entwickeln, planen und umsetzen – Projekte, die sie fordern, ihre Komfortzone erweitern und ihnen neue Perspektiven eröffnen.
Begleitet werden sie dabei von Herrn von Nago und Herrn Schönberger, die die Schülerinnen und Schüler bei der Planung und Dokumentation ihrer Herausforderungen unterstützen.
Wir sind gespannt, welche Ziele sich unsere Jugendlichen setzen, welche Grenzen sie überwinden und welche Geschichten sie am Ende dieser besonderen Zeitzone erzählen werden. Denn persönliches Wachstum beginnt oft genau dort, wo die Komfortzone endet. 💡





